Die Geschichte

La Storia

Den historischen Aufzeichnungen nach, stammt die Papierfabrik aus dem Jahr 1400, und zählt demzufolge zu den ältesten Papierfabriken Europas.

Das derzeitige Gefüge ist das Ergebnis der technischen und technologischen Veränderungen, die seit 1940, als Stefani Leonildo sie vom damaligen Eigentümer erworben hat, erfolgt sind.

In jenen Zeiten wurde lediglich Strohpapier hergestellt, bis dann in den 60er Jahren der Schwiegersohn Giorgio Pasquini die Nachfolge antrat und die Anlage von Grund auf für die Fertigung von einseitig glattem MG-Papierumbaute.

Heute führen die Söhn Stefano und Danilo Pasquini den Familienbetrieb und die Papierfabrik wurde zu einem der führenden Unternehmen im Bereich der MG-Papiere für flexible Verpackungslösungen, einer Papiersorte, die allgemein als Seidenpapier und Kraftpapier bezeichnet wird und in der Industrie und in der Lebensmittelbranche Verwendung findet.

Die Papierindustrie in der Gegend um Lucca.

Ein geschichtlicher Abriss zur Papierfabrik Cartiera Pasquini

Quelle: Industrie und Handelskammer Lucca

Die Papierherstellung in der Gegend um Lucca beginnt in den ersten Jahren des 14. Jahrhunderts. Die Zunft der Pergamentmacher, die auf die Herstellung von Pergament spezialisiert waren, stammt aus dem Jahr 1307. Die Pergamentmacher gaben ihre Tätigkeit im 15. Jahrhundert, als sich Papier, das aus in einer Walkmühle (oder Papierfabrik) in Bagni di Lucca hergestellten Lumpen, gewonnen wurde, zu verbreiten begann, auf. In den darauffolgenden Jahrhunderten breitete sich die Papierverarbeitung im Tal des Flusses Serchio aus und entwickelte sich schließlich im 18. Jahrhundert, dem goldene Zeitalter des Buchwesens in der Gegend um Lucca und einer für die Belebung der Papierindustrie günstigen Zeit, im größeren Umfang in der Gegend um Villa Basilica. Nachdem die Nachfrage der einheimischen Märkte befriedigt war, wurde das Papier auf Sizilien und auf den Märkten im Orient gehandelt oder gelangte nach Spanien und Portugal, von wo aus es nach Amerika verschifft wurde. In den ersten Jahren des 19 Jahrhunderts befanden sich die bedeutendsten Zentren für die Papierherstellung in Vorno, Bagni di Lucca und Villa Basilica, dem Ort, der zum Papierherstellungszentrum der Republik Lucca geworden war. Die Entwicklung in Villa Basilica deckte sich mit der Blütezeit des Strohpapiers, einer nahezu ausschließlich für den einheimischen Markt bestimmten Papiersorte, die sich in erster Linie wegen des äußerst konkurrenzfähigen Preises behaupten konnte. In den Jahren des 20. Jahrhunderts festigte sich in der Papierindustrie in der Gegend um Lucca eine Eigentümlichkeit, die bereits vorher entstanden war und darin bestand, dass nahezu ausschließlich Einschlagpapier (oder Papier für Verpackungen) hergestellt wurde. Gleichzeitig begann sich, neben dem Zentrum Villa Basilica, die Ausbreitung weiterer Papierherstellungszentren in den Gemeinden Bagni di Lucca, Borgo a Mozzano und Capannori abzuzeichnen. In der Zeit zwischen den beiden Kriegen gab es kaum bedeutende Veränderungen der Fertigungsstruktur. Erst mit dem Wiederaufbau und noch mehr mit dem Beginn der 60er Jahre erhält die Papierindustrie in der Gegend von Lucca plötzlich Aufwind und wird zu der technologisch fortschrittlichen Industrie, als die sie sich heute darstellt. Das Geheimnis des Erfolgs der Papierfabriken um Lucca liegt in der Entscheidung, die als Antwort auf die schwere Krise, die sie in den 70er Jahren erlitten haben, gefällt worden war: Die Verwendung von Altpapier, der Bau von integrierten Fertigungsgruppen und technologische Weiterentwicklung. Die Produktion wird auf zwei Hauptbereiche ausgeweitet: Auf Wellpappe und „Tissue“, also die im Haushalt und zur Körperpflege verwendeten Papiersorten. Die Herstellung von Strohpapier wurde hingegen aus Umweltschutzgründen und aufgrund des drastischen Rückgangs der Nachfrage aufgegeben.

Macine Carta

- Seit 1400 -

Die Technologie von einst...

Heute fertigen wir mit fortschrittlichen Anlagen. Dank des Zutuns des Menschen, der während des gesamten Fertigungsprozesses gegenwärtig ist, bleibt das Erzeugnis aber das. was es immer war.